3 versteckte Gründe für Kopfschmerzen
Kopfschmerzen? Drei Verdächtige, die fast nie untersucht werden
Was haben Schlüsselbein, Brustwirbelsäule und Kaumuskeln gemeinsam?
Sie können zu Kopfschmerzen beitragen – und werden fast nie untersucht.
Die meisten schauen zuerst auf den Kopf. Verständlich. Scheinbar offensichtlich. Der Schmerz sitzt ja dort.
Aber Kopfschmerzen entstehen oft, um nicht zu sagen, fast immer, woanders.
- 1. Das Schlüsselbein
- Klingt absurd, weil wir diese Gegend mehr dem Schultergürtel zuordnen als dem Kopf. Ist es nicht. Das Schlüsselbein ist Teil einer Bewegungskette, die bis zur Halswirbelsäule reicht. Ist es blockiert, verklebt oder unbeweglich, verändert sich die Spannung in der gesamten Halsregion. Besonders durch langes starres sitzen und auf Bildschirm schauen, kommt es hier zu starken Spannungen. Aber auch der alte Knochenbruch als Kind oder Jugendlicher kann hier noch enorme Verklemmungen mit sich bringen. Fast niemand denkt bei Kopfschmerzen ans Schlüsselbein. Genau deshalb bleibt es oft unentdeckt.
- 2. Die Brustwirbelsäule
- Der Nacken bekommt die Aufmerksamkeit. Die Brustwirbelsäule nicht. Zu Unrecht. Blockaden dort verändern die Haltung der gesamten oberen Wirbelsäule – und damit die Belastung im Nacken, die am Ende als Kopfschmerz spürbar wird. Es gibt keine Bewegung die magisch am siebenten Halswirbels aufhört. Die BWS ist immer beteiligt und schon eine schmerzfreie Blockade der BWS zwingt die HWS, dies auszugleichen. Wer ausschließlich den Nacken untersucht und behandelt, behandelt oft das Symptom, nicht die Ursache.
- 3. Die Kaumuskeln
- Kiefergelenk, Masseter, Pterygoidmuskeln, Temporalis. Für viele Patienten ein blinder Fleck bei der Ursachensuche für Kopfschmerzen. Dauerhafte Anspannung hier – oft durch Zähneknirschen oder Stress – kann sich über muskuläre und neurale Verbindungen bis in den Kopf fortsetzen. Untersucht wird das selten. Gefunden wird es deshalb auch selten.
Die eigentliche Erkenntnis
Diese drei Strukturen haben eines gemeinsam: Sie liegen zu oft außerhalb des üblichen Blickfelds, wenn es um Kopfschmerzen geht. Und genau deshalb bleiben sie oft unentdeckt – nicht weil sie unwichtig sind, sondern weil niemand dort hinschaut.
Eine gründliche Untersuchung schließt sie mit ein. Erst wenn diese Strukturen berücksichtigt sind, lässt sich einschätzen, was tatsächlich zum Kopfschmerz beiträgt.
Als Chiropractor folge ich immer dem Grundsatz:
Das sehen, was alle sehen.Timo Kaschel
Das denken, was keiner denkt.
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