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Die TOP 8 der Krebsvermeidung

28.06.2026

Vorbeugung ist besser als Heilung

Ja, ich weiß! Das ist eine allgemeine Erkenntnis und sie hat auch auf den ersten Blick sehr wenig mit Chiropractic zu tun. Denn für viele Menschen ist Chiropractic, wenn der Begriff überhaupt bekannt ist, 'irgendwas mit Rücken'.

Bei Chiropractic Leipzig fassen wir den Begriff aber weiter. Es geht um Gesundheit und Lebensqualität. Schmerzen in den Gelenken und im Rücken sind ein häufiger Grund zu uns in die Praxis zu kommen und diese Schmerzen sind auch der Beginn von verminderter Beweglichkeit.

Krebs ist nicht eine Krankheit

Damit Krebs entstehen kann, muss die Kommunikation zwischen den Zellen zusammenbrechen. Wenn das passiert gibt es keinen geregelten Auf- und Abbau von Gewebe. Gruppen von Zellen pflanzen sich immer weiter fort und bilden einen Tumor.

Krebs ist daher nie ein Notfall, sondern der entdeckte Tumor ist das Ergebnis eines Monate- oder jahrelangen Vorgangs.

In diesem Beitrag geht es nicht um die Fortschritte bei der Therapie von Krebs. Denn dafür ist Rahmen jedes Newsletters zu klein. Besonders gilt dies für einen Chiropractic Newsletter.

Die erfolgreichsten Strategien zur Vorbeugung von Krebs

Platz 1: Nichtrauchen / Rauchstopp (ca. 20 % aller Krebsfälle)

Der größte Hebel: Tabakkonsum ist für jede fünfte Krebserkrankung verantwortlich und die Ursache für 90 % aller Lungenkrebsfälle.

Zusatz-Faktor: Auch Passivrauchen (erhöht das Risiko um bis zu 30 %) und der Verzicht auf E-Zigaretten/Vapes fallen in diese Kategorie.

Platz 2: Übergewicht vermeiden / Gewicht reduzieren (ca. 5 bis 8 % aller Krebsfälle)

Das überrascht Viele. Die Auswirkungen von übermäßigem Körperfett auf das Herz- und Kreislaufsystem sind bekannt. Dass es sich aber auch auf die Krebswahrscheinlichkeit auswirkt ist weniger in der Diskussion.

Der hormonelle Hebel: Viszerales Fett (Bauchteil) ist hochgradig aktiv. Es befeuert chronische Entzündungen und produziert Östrogen, was das Zellwachstum (z. B. bei Brust- und Darmkrebs) unkontrolliert anheizen kann.

Platz 3: Gesunde Ernährung (ca. 5 bis 8 % aller Krebsfälle)

Der Ernährungs-Hebel: Fokus auf eine zuckerarme, pflanzenbasierte und ballaststoffreiche Ernährung.

Die konkrete Grenze: Maximal 300 Gramm Fleisch pro Woche. Besonders verarbeitetes Fleisch (Wurst, Schinken, Salami) ist von der WHO als nachweislich krebserregend (Gruppe 1) eingestuft. Dies scheint sehr kontrovers, aber das liegt vor allem an sehr intensiver Arbeit der Lobbygruppen.

Platz 4: Alkohol stark einschränken oder weglassen (ca. 5 bis 8 % aller Krebsfälle)

Der Zellgift-Hebel: Alkohol (bzw. sein Abbauprodukt Acetaldehyd) schädigt direkt das Erbgut und erhöht den Östrogenspiegel. Er ist Haupttreiber für Krebs im Mund-Rachen-Raum, der Speiseröhre, der Brust und des Darms.

Die konkrete Grenze: Maximal 27 Gramm Alkohol*pro Woche* (entspricht etwa zwei kleinen Flaschen Bier oder 280 ml Wein). Um die Formulierung 'Es gibt keine sichere Menge Alkohol' wurde und wird intensiv gerungen. Die Hersteller wollen eine abgemilderte Form sehen, während alle Menschen die sich um Gesundheit kümmern eine möglichst direkte Ansprache lieber sehen.

Platz 5: Regelmäßige Bewegung (ca. 6 % aller Krebsfälle)

Der Immunsystem-Hebel: Muskelaktivität schüttet Botenstoffe wie schützende Myokine (wie Interleukin 6) aus, die die Teilung von Krebszellen nachweislich direkt ausbremsen. Zudem schützt Sport indirekt vor Übergewicht.

Die konkrete Grenze: Ab ca. 210 Minuten Sport pro Woche ist der präventive Effekt optimal eingestellt. Ich bitte darum, alle anderen Themen rund um Bewegung in meinem Blog zu lesen, um sich über die weiteren Vorteile von regelmäßiger Bewegung zu informieren ;-)

Platz 6: Konsequenter UV-Schutz (ca. 5 % aller Krebsfälle)

Der Hautschutz-Hebel: UV-Strahlung schädigt die Stammzellen der Haut. Neben dem Meiden der prallen Mittagssonne und dem Schutz von Kindern ist die richtige Sonnencreme (ohne gealtertes Octokrylen; Faustregel: Sonnencreme aus dem Vorjahr entsorgen) der entscheidende Faktor gegen Hautkrebs.

Platz 7: Impfungen gegen krebsauslösende Infektionen (ca. 4 % aller Krebsfälle)

Der Infektions-Hebel: Viren schalten Schutzproteine der Zellen aus und verhindern den programmierten Zelltod.

Ein Thema, welches zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es werden hinter immer mehr einst mysteriösen Krankheiten virale Infektionen entdeckt oder zumindest vermutet. Impfungen haben seit 2020 ein Imageproblem, aber die bisher gesammelten Daten zu der unten genannte HPV Impfung scheinen vielversprechend.

Die konkreten Maßnahmen: Die HPV-Impfung für Kinder ab 9 Jahren (schützt vor Gebärmutterhals-, Penis- und Rachenkrebs) sowie die Hepatitis-B-Impfung (schützt vor Leberkrebs).

Besondere Erwähnung: Früherkennung

Die oben genannten Punkte senken das Risiko, dass Krebs überhaupt entsteht (Primärprävention). Der zweite entscheidende Schritt ist die Früherkennung (z. B. Hautkrebs-Screenings mit oder ohne KI oder Darmkrebs-Vorsorge), damit unvermeidbare Fälle (z. B. durch 50 % reinen Zufall bei der Zellteilung) in Stadien entdeckt werden, in denen die Heilungschancen extrem hoch sind.

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